2.1.2010

Januar 2, 2010

inspiriert durch einen eintrag im literaturgefluester anbei meine 2010 favorites, ich hab immer in facebook eingegeben und bewertet:

ganz oben stand hiob vom joseph roth, und dann kamen leben und schicksal vom wassili grossmann (unbedingt lesenswert!), die rebelln, auch vom joseph roth,die biografie der sabine spielrein – eine bewunderswerte frau, psychoanalytikerin aus russland und stalinopfer, le feu von henry barbusse – eine beklemmende schilderung des ersten weltkriegs, ein frueher prix goncourt gewinner, pferde stehlen von per petersson – eine mich damals sichtlich beeindruckend habende vater sohn geschichte, ist mir aber komplett entfallen,  tyrannei des gelingens von renate schernus ist eine hervorragende kritik an der derzeitigen wirtschaftspolitik,  die adolf woelfli biografie von adolf spoerri – auch schon ein aelteres werk, das ich durch zufall bei der brigitte salanda entdeckt habe ist ein interessantes werk ueber diesen kuenstler, auf den sich die art brut bewegung immer wieder bezieht und gibt ein sittenbild der schweiz und der schweizer psychiatrie aus dem beginn des 20. jahrhunderts, nein und amen von der ute ranke-heinemann, ein sittenbild des katholizismus (eva, ich gebs demnaechst ganz sicher zurueck!!), aufklaerung – kunst der vermittlung, ein hollaendisches buch zur sexualpaedagagogik fuer menschen mit lernschwierigkeiten eines der besten, das ich zum thema gelesen habe, dann ein buch ueber das alter: der alte, der liebesromane las von luis sepulveda, natuerlich die erzaehlungen von joseph roth, – also es hat kein zeitgenoessischer oesterreichischer roman geschafft, 4 sterne von mir zu bekommen, vielleicht hab ich auch ganz einfach die falschen gelesen.

derzeit hier in london les ich ja zeitschriften, hab gerade die letzte ausgabe der (eher konservativen) europaeischen rundschau fertig gelesen. man lobt hier -kaum verwunderlich – den machtwechsel in deutschland, warnt vor den, die ostdeutsche geschichte verharmlosenden linken und teile der linken spd, verteidigt die vorgangsweise in der schweiz, weil a) seien ja die moscheen nicht verboten sondern nur das offensichtliche zur schau stellen der religion durch moscheen – und da haette die schweiz gute tradition waeren ja auch frueher schon zu offensichtlich zur schau gestellte chistliche szmbole untersagt worden b) muesse man das schweizer bankgeheimnsi ja auch verstehen als schutz gegen den zugriff boeser laender auf das privateigenum; unterstuetzt andererseits den weg der tuerkei in die eu, verwehrt sich gegen die verteidigung der benes-dekrete durch vaclav klaus und meint, dass der lissabonner vertrag keinesfalls die staatliche souveraenitaet angreifen wuerde.

jetzt gehts gleich wieder raus ins sonnige london, die hauptstadt eins landes, das ja der eu auch eher skeptisch gegenuebersteht, das aber andererseits auf mich weitaus weltoffener wirkt als viele der eu laender, v.a. als oesterreich.

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One Response to “2.1.2010”

  1. Eva Jancak Says:

    Das ist wirklich eine interessante Leseliste und hebt sich wahrscheinlich ab, von den Leselisten der anderen. Da habe ich jetzt ein bißchen herumgegooglet und bei leselustfrust, lillyberry und auch bei der ORF-Bestenliste nachgesehen, was die anderen so lesen.
    Viel Spaß noch in London, wann kommst du zurück?
    Auf deinen face book Eintrag, scheint man ohne Anmeldung nicht zu kommen, was schade ist, bei der Travnicek ist das einfacher.


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